Ich gehe meinen Weg“ im Zuge der Firmvorbereitung der Pfarreien St. Martin Pfeffenhausen und St. Laurentius Niederhornbach. Das Projekt, das von Gemeindereferentin Gabriele Steinhauser initiiert und geleitet wurde, beinhaltet drei Bereiche eines christlichen Lebens: „Glauben feiern“, „Glauben leben“ und „Gutes tun – sich einsetzen“. Dies sind die drei wichtigen Bereiche der Firmvorbereitung, die die Firmbewerber auf dem Weg in die eigene Verantwortung für ihr Glaubensleben kennen lernen und erfahren sollen.
Die Anzahl der Firmbewerber, die hierbei mitmachen wollten, war so groß, dass das Los über die Teilnahme entscheiden musste. Neun Jugendliche kamen mit Neugier zum ersten Treffen, bei dem es um Geschichte, Deutung und Kultur des Labyrinths ging. Seit mindestens 5000 Jahren ist das Labyrinth in der Kulturgeschichte bekannt. Das klassische Labyrinth ist im Mittelmeerraum entstanden. Aus dem Lateinischen (labor intus) übersetzt, bedeutet der Name: „innere Arbeit“.
Das kretische Labyrinth, das auch Urlabyrinth genannt wird, kennt nur einen Weg, der auf vielen Umwegen ins Zentrum, in die Mitte führt – ganz im Gegensatz zum Irrgarten. Bereits sehr früh in der christlichen Geschichte, so um 350 nach Christus, wird ein Labyrinth in einer Kirche, der Reparatusbasilika von Algier, als Mosaik in den Boden eingebaut.
Das Labyrinth wird im Christentum schnell zum Bild des Lebens, einem Symbol für den langen, schwierigen Weg des Menschen auf seiner Suche nach der Mitte, der Begegnung mit Gott und dem Neuanfang.
Nach all den Informationen, die die Firmlinge mit großem Interesse auf Plakaten selbst zusammen trugen und auswerteten, stand am Ende des Treffens die Erfahrung, eine Spirale - die Urform des Labyrinths - selbst bewusst zu begehen.
Das zweite Treffen stand ganz im Zeichen des praktischen Handelns: Durch die großartige Unterstützung der Idee durch Rektor Franz Dürrmeier und dem Klassenlehrer der 9. Klasse, Eduard Fleck, zeichneten fünf technisch begabte Schüler der 9. Klasse auf dem Schulhof ein sogenanntes kretisches Labyrinth auf einer Fläche von 10 x 10 m vor.
Die Firmbewerber, ihre Begleiterfamilien Chum, Geisberger und Lederer und die Gemeindereferentin bereiteten die Begrenzungslinien vor. Diese wurden Linie für Linie mit den vier Grundfarben ausgefüllt.
Bereits am nächsten Schultag wurde das neue Labyrinth mit Begeisterung von den Grundschülern erobert, die mit Fantasie viele neue Spiele darin erfanden.
Mit einer Andacht, die von Gemeindereferentin Gabriele Steinhauser gehalten wurde, und einer Grillfeier wurde das Labyrinth ‚eingeweiht’ und den Schülern der 9. Klasse eine kleine Aufmerksamkeit in Form von Kinogutscheinen überreicht.
