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Notizen

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Pfeffenhausener Grundschüler begeistern mit Singspiel „Das Herz eines Adlers“

11.04.11
 

Stürmischen Applaus ernteten die Dritt- und Viertklässler sowie die evangelischen Erst- und Zweitklässler der Volksschule Pfeffenhausen am vergangenen Freitag Nachmittag für die gelungene und zu Herzen gehende Aufführung des Singspiels „Das Herz eines Adlers“.

Mit viel Engagement und Herzblut studierten die evangelische Religionslehrerin Ursula Schülke und die Grundschullehrerin Magdalena Huber zusammen mit ihren Kolleginnen Gabriele Seminjakiw (Flöte) und Katharina Frankl-Streule (Keyboard) in vielen Musik- und Religionsstunden das Stück ein.

Musikalisch unterstützt wurden sie dabei von der Hauptschülerin Carmen Forster (Flöte). Die Schülerin Jasmin Pöschl hielt eine kurze Einführung in das Stück. Es hätte eigentlich im Rahmen des geplanten Frühlingsfestes Anfang April an der VS Pfeffenhausen aufgeführt werden sollen.

Wegen des unerwarteten Todes von Rektor Franz X. Dürrmeier wurde das Frühlingsfest einvernehmlich abgesagt. Da es der ausdrückliche Wunsch von Rektor Dürrmeier war das Singspiel mit dem religiös-spirituellen Inhalt zur Aufführung zu bringen entschied sich das Kollegium der Volksschule Pfeffenhausen dies in kleinerem Rahmen und im Gedenken an den verstorbenen Rektor nachzuholen.

Zur Generalprobe am letzten Mittwoch hatten die Kinder des Nardini-Kindergartens und des St. Martin Kindergartens, zusammen mit den Obersüßbacher Dritt- und Viertklässlern und Schülerinnen und Schüler der Volksschule Pfeffenhausen die Gelegenheit das Singspiel zu erleben.

Am Freitag wurde es zweimal vor Eltern und Angehörigen aufgeführt. Somit konnten etwa 450 Zuschauer das Singspiel erleben. Die Musik zu diesem Stück komponierte die bekannte Aschauer Liedermacherin Kathi Stimmer-Salzeder.

Das Märchen „Der Adler, der nicht fliegen wollte“ stammt von dem Theologen James Aggrey aus Ghana. Er wollte die Afrikaner ermutigen sich ihrer eigenen Kultur und Geschichte zu erinnern und an sich zu glauben.

Erzählt wird die Geschichte eines Adlerkükens, das von einem Bauern im Wald gefunden wurde. Der Bauer bringt es auf seinen Hühnerhof, füttert es mit Hühnerfutter und zieht es als Huhn auf. Bald glaubt der junge Adler von sich selbst ein Huhn zu sein. Er scharrt wie ein Huhn, frisst wie ein Huhn, lebt und fühlt wie ein Huhn. Eines Tages besucht ein naturkundiger Mann den Bauernhof und entdeckt den seltsamen Vogel im Hühnerstall.

Er erkennt, dass es sich bei dem vermeintlichen Huhn um einen Adler, dem „König der Lüfte“ handelt. Der Vogelkundler versucht den Bauern und vor allem auch dem Adler selbst klar zu machen, wer er wirklich ist und welche großartigen Möglichkeiten und verborgenen Talente in ihm stecken. „Er ist jetzt kein Adler mehr, sondern ein Huhn.“, meint der Bauer beharrlich. „Nein“, sagte der Vogelkundler, „er ist noch immer ein Adler, denn er hat das Herz eines Adlers und das wird ihn hoch hinauf fliegen lassen in die Lüfte“.

Nach mehreren missglückten Versuchen gewinnt der Adler mit Hilfe des Vogelkundlers immer mehr Selbstvertrauen und Mut, breitet schließlich seine Schwingen aus und erhebt sich in die Lüfte. Die Geschichte „Das Herz eines Adlers“ erinnert uns mit schlichten Worten daran, dass unser menschliches Potential, unsere „Talente“ erhalten bleiben, auch wenn die äußeren Umstände nicht immer förderlich sind.

Allerdings muss man sich von einigen vermeintlichen Sicherheiten und Bequemlichkeiten verabschieden, um bestärkt, auch und gerade mit Unterstützung und Hilfe von anderen, Mut und Selbstvertrauen und den Glauben an sich selbst und seine Möglichkeiten zu gewinnen.

Die Grundschüler meisterten ihre Sache mit Bravour und sangen sich schwungvoll und voller Gefühl in die Herzen ihrer Zuhörer. Konrektorin Gabriele Lechner bedankte sich am Ende der Aufführung mit einem Blumenstrauß bei ihren Kolleginnen.

Auch der Elternbeirat der Volksschule Pfeffenhausen bedankte sich herzlich bei allen Beteiligten für die Mühen beim Einstudieren des Singspiels.