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Notizen

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Am Ziel einer langen Etappe angekommen

28.07.11
 

42 Schüler der R9 und der M 10 entlassen - „Zur Menschenbildung beigetragen”

Ein Banner mit dem Spruch „Pfiat eich God" in roten Buchstaben prangte über dem Rednerpult. Mit diesem Gruß verabschiedete sich die Volksschule am Freitag von den Entlassschülern der Klassen R 9 und M10.

Nach neun und zehn Jahren verlassen die insgesamt 42 Schüler den ihnen vorgezeichneten Weg. Nun müssen die jungen Erwachsenen Verantwortung für sich selbst übernehmen.

„Gemeinsam wollen wir euren Schulabschluss feiern", betonte Konrektorin Gabriele Lechner in ihrer Begrüßung. In der Turnhalle fand der weltliche Festakt statt. Zuvor feierten die Schüler, Lehrer und Eltern mit Pfarrer Günter Müller Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin.


„Ihr seid sicher heilfroh, dass ihr die Schinderei und das Pauken für Schuxen und Exen hinter euch habt", meinte die Elternbeiratsvorsitzende Petra Ruhland.

Die Eltern seien stolz auf ihre Kinder, die Lehrer froh, dass sie wieder eine „Rabaukengeneration" überstanden haben. Jetzt stecke das Leben voller Überraschungen. „Find´s es raus", forderte Petra Ruhland die jungen Leute auf.

Auch der Pfeffenhausener Bürgermeister Karl Scharf und sein Obersüßbacher Amtskollege Alfons Satzl betonten, dass die jungen Erwachsenen nun ihre eigenen Entscheidungen treffen müssen. „Es stehen euch alle Wege offen, aber ihr müsst es selber in die Hand neh-
men”, erklärte Satz „Ihr könnt den WInd nicht bestimmen, aber die Segel richtig setzten”. zitierte Karl Scharf den römischen Philosophen Seneca.

Gleichzeitig dankten die Bürgermeister den Lehrern für ihre Arbeit. Für die Zukunft wünschten sowohl Satzl als auch Scharf den Absolventen alles Gute.

Freude und Wehmut

Corinna Langwieser und Melanie Hummelberger aus der R 9 ließen in ihrer Abschlussrede die vergangenen drei Jahre Revue passieren. Mit Klassleiter Max Popp habe man einen strengen, aber menschlichen Lehrer erwischt, der sie sehr gut auf die Prüfungen vorbereitet habe.

Augenzwinkernd berichteten die Schülerinnen über die Eigenheiten der „Respektsperson" im Schulalltag, über die auch Popp schmunzeln musste.

Hans Meier sei immer für einen Spaß zu haben gewesen, meinten die Klassensprecher der M10, Desiree Fuchs und Patrick Kubainsky. Auch wenn sie sich auf ihr selbst verdientes Geld freuen, blicken sie dennoch mit einem lachenden und einen weinenden Auge auf ihre Schulzeit zurück, gaben sie zu.

Die Rede von Max Popp regte zum Nachdenken an. „Blicke oft dankbar rückwärts, gläubig aufwärts, liebend seitwärts und mutig vorwärts", gab er den Absolventen mit auf den Weg. In den vergangenen neun Jahren haben die Schüler ihr Rüstzeug für ihren weiteren Weg erhalten, nicht nur die Kulturtechniken Schreiben, Lesen und Rechnen, sondern auch soziale Kompetenzen.

Sollten dennäch Schwierigkeiten auftreten, dann sei „da oben" immer jemand, der an sie glaubt. Daher können die Schüler auch selbstbewusst das nächste Ziel ansteuern, auch wenn die Zukunft noch ungewiss sei.

Eine Etappe geschafft

Mit einer Etappe der „Tour de France" verglich Hans Maier die vier Schuljahre des M-Zugs. Habe man anfangs nur kleine Buckel in Form von Schulaufgaben bezwingen müssen, so kam Ende der Neunten die erste Steigung, der Quali. „Die Zeit der Bummelfahrten war vorbei und wir mussten kräftig in die Pedale treten", berichtete Meier.

Im nächsten Jahr gelang es dem Lehrer, das Team immer wieder ans Hauptfeld heranzuführen. Bei den Abschlussprüfungen zeigte sich die Qualität der Truppe: „Zum Endspurt wart ihr da, jeder kämpfte bis zur letzten Minute." Mit dem heutigen Tag seien die Schüler am Ziel einer langen Etappe'angekommen.

Sowohl Meier als auch Popp bekamen von ihren Klassen ein Geschenk zum Abschied. Die Schüler bedankten sich damit bei den Lehrkräften für eine mitunter harte, aber auch schöne Zeit.

„Hoffentlich haben wir viel zu euerer Menschenbildung beigetragen", wünschte sich Gabriele Lechner. Wissen und Können seien wichtig, entscheidend bleibe aber immer der Mensch. Ein gesundes Gottvertrauen und der Glaube an sich selbst helfen, erfolgreich durchs Leben zu kommen.

Lechner dankte den Eltern und dem Elternbeirat, Max Popp für die Unterstützung bei der Schulleitung, dem Kollegium, Pfarrer Günter Müller und allen, .die helfen, dass der Schulbetrieb läuft. Sie erinnerte auch an den verstorbenen Schulleiter Franz Dürrmeier: „Er wäre sicher gerne hier gewesen.

Die Besten geehrt

Von den 22 Schülern, die heuer die M10 in Pfeffenhausen besucht haben, dürfen sich alle über den Mittleren Schulabschluss freuen.

17 der 20 R9-Schüler haben den Quali in der Tasche, die restlichen Drei starten mit dem Hauptschulabschluss in den neuen Lebensabschnitt. Die Konrektorin, die Klassleiter und die beiden Bürgermeister ehrten aus jeder Klasse die besten Absolventen.

In der R 9 teilen sich mit einem Notendurchschnitt von 2,2 Sandra Huber und Florian Patzinger den ersten Platz.Danach folgen Miriam Hummelberger (2,33) und Corinna Langwieser (2,38).

Mit einem Traumnotendurchschnitt von 1,25 wurde Josef Stadler Bester der Klasse M10. Ebenfalls über ein Buch durften sich Desiree Fuchs (1,38) und Roland Heinrich (2,0) ‚freuen.

Für die musikalische Umrahmung der Entlassfeier sorgte der Chor der neunten und zehnten Klasse, Lehrerin Katharina Frankl-Streule an der Harfe und die Absolventin Miriam Hummelberger mit dem Akkordeon.