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Notizen

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Voll drauf oder voll daneben?

31.03.11
 

Alkoholpräventionstheater mit „Duo Perplex” zu Besuch an der Volksschule

Nach dem „Sozialitegrativen Percusson-Projekt", das bestens angekommen ist, einem dreitägigen Tronunelworkshop mit Stefan Waldner und Sylvia Schäfer, holten die Lehrer der Volksschule Pfeffenhausen nun das suchtpräventive Theaterstück „Voll drauf oder voll'daneben", mit Stefan Waldner ,für die Schüler der 5. bis 10. Klassen nach Pfeffenhausen.

Das Konzept zu diesem Stück, dass sich auf sehr ansprechende und jugendgerechte Art und Weise mit der Alkoholproblematik auseinandersetzt, entstand in Zusammenarbeit mit der kommunalen Jugendarbeit des Landkreises Landshut und dem Stadtjugendamt Landshut.

Stefan Schiegl und Stefan Waldner inszenieren das Stück im Format einer Talkshow. Viele Jugendliche kennen diese Talkshows vom nachmittäglichen Fernsehprogramm.

 In der Talkshow „Live bei Henning" werden den Schülern verschiedene Talkgäste mit Alkoholschicksalen präsentiert. Stefan Waldner fungiert als Moderator Felix Henning, stellt die Talkgäste vor, interviewt sie geschickt und bezieht die Schüler unaufdringlich und einfühlsam in die „Talkrunden" mit ein.

Die Schüler waren beeindruckt von den Einzelschicksalen der „Talkgäste" und ihren Schilderungen, wie sie in die Suchtfalle geraten sind. Viele ideritifiiierten sich besonders mit der stets lustigen und coolen Figur „Peter Breit", einem la-jährigen Heizungsmonteur, der für das Wochenende lebte und Alkohol trank, um „Party zu machen und in Stimmung zu kommen" -. und dabei schon mal eine Flasche Wodka zum „Vorglühen" zusammen mit Freunden leert.

Eher genervt waren die Kinder von der Figur „Dr. Sebastian Nerv", welcher ausnahmslos mit Zahlen und Fakten seine These „Alkohol zerstört ohne Wenn und Aber" zu untermauern versuchte. „Franz Unten", ein arbeitsloser geschiedener Alkoholiker, erntete eher Mitleid mit seiner traurigen Alkoholgeschichte, die bereits als 14-Jähriger begann.

Befremden erregte die Geschichte eines jungen Häftlings mit langem Vorstrafenregister, der seine prekäre Situation mit der Aussage entschuldigte „Wenn ich besoffen bin, ticke ich eben aus".

Als letzter Talkshowgast trat Rosa Blume auf, eine alleinerziehende, berufstätige Mutter, deren zwölfjährige Tochter sich ins Koma gesoffen hatte. Ihr Fazit war, dass Eltern ihren Kindern besser zuhören sollten.

Zwischen den einzelnen Auftritten der Talkshowgäste nahmen die Schüler rege Stellung zu Fragen rund um die dargestellte Alkoholprobleniatik und erzählten von ihrem eigenen Erfahrungshintergrund. In der pädagogischen Handreichung 'der Kommunalen Jugendarbeit von Stadt und Landkreis
Landshut kommt deutlich zum Ausdruck, dass die Gefahr von Alkoholmissbrauch und Alkoholabhängigkeit umso größer ist, je früher die Kinder mit Alkohol in Berührung kommen. Deshalb sollten Eltern möglichst lange verhindern, dass Kinder an Biergläsern nippen oder bei Familienfeiern Alkohol mittrinken.

Das Vorbild der Eltern im Umgang mit Alkohol spielt eine große Rolle. So sollten vorbildhafte Eltern das Trinken von Alkohol zur Entspannung, Stimmungsbeeinflussung und aus Langeweile vermeiden.

Ein wichtiger Schutz vor Sucht sei ein gutes Selbstwertgefühl, wurde betont. „Wer sich geliebt und anerkannt fühlt, lernt leichter sein Leben aktiv und positiv zu gestalten und selbstbestimmt zu leben.

Aber auch das Aushalten von Unbehagen, Enttäuschungen, Stresssituationen und einer gewissen Frustrationstoleranz muss erlernt werden."