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Notizen

Termine

  • 21.05.12Jugendverkehrsschule Rottenburg (4a/b)
  • 21.05.12Probeunterricht an Gym, RS
  • 21.05.12Quali 2012 Die praktisch-mündlichen Prüfungen finden in der Woche 22.05.2012
  • 21.05.124a/4b Jugendverkehrsschule in Rottenburg
  • 21.05.12Probeunterricht an RS/Gym
 

Positive Situation bei den Ausbildungsplätzen

31.05.11
 

Prüfungen zum Qualifizierenden Hauptschulabschluss haben begonnen.

Auch an der Volksschule Pfeffenhausen haben vergangene Woche die Prüfung zum Qualifizierenden Hauptschulabschluss begonnen.

Die Schüler erhoffen als Ziel aller Mühen und Vorbereitungen, den „Quali" zu erreichen.

Der Qualifizierende Hauptschulabschluss ist eine besondere Leistungsfeststellung, der man sich als zusätzliche Prüfung unterziehen kann.

Auch mehrere Realschüler der 9. Klasse nehmen als „Externe" daran teil. „Der bestandene Quali ist ein Nachweis über überdurchschnittliche Leistungen und als besonderes Gütezeichen in Wirtschaft und Handwerk sehr gefragt", wird von der Schule betont.

Auch fast 40 Jugendliche aus Stadt und Landkreis Landshut legen ihre Qualiprüfungen an der Volksschule Pfeffenhausen ab. Über ein Jahr lang nahmen sie an der Volkshochschule Landshut (Modell Landshut) an einem Vollzeitlehrgang zum Erwerb des Qualifizierenden Hauptschulabschlusses teil.

Sie hoffen dadurch, ihre Chancen auf dem Ausbildungsmarkt zu verbessern. Dieses Projekt wird vom Europäischen Sozialfonds sowie der Stadt und dem Landkreis Landshut finanziell unterstützt.

Immer noch Vorurteile

Allerdings klagt die Schule, dass Hauptschülern immer noch vorschnell mit vielen Vorurteilen und Stigmatisierungen bezüglich ihrer Ausbildungsreife begegnet werde.

Grundschuleltern reagieren häufig mit großem Druck auf ihre Kinder in der dritten und vierten Klasse. Psychologische und ärztliche Gutachten zur Leistungsfähigkeit, kostspielige, intensive Nachhilfe und nicht gerade Vertrauen aufbauende Schuldzuweisungen Lehrern gegenüber seien nicht selten an der Tagesordnung.

„Die sozialen und emotionalen Bedürfnisse der Grundschulkinder scheinen für viele Eltern eine untergeordnete Rolle zu spielen, wenn es um den Übertritt an Gymnasium oder Realschule geht. Viele starren auf das Ziel Abitur und verlieren dabei das jetzige seelische Wohlbefinden ihres Kindes aus dem Blick."

Langsamere, entwicklungsverzögerte oder praktisch begabte Schüler werden unter großen Zeit- und Leistungsdruck gesetzt, um sie auf den Übertritt hinzutrimmen.

Bedingt durch viele diffuse Ängste, Vorurteile und Angst vor Prestigeverlust werde laut der Schule allzu oft vergessen, dass mit dem Besuch einer Hauptschule die Zukunftsaussichten der Kinder nicht zu Ende seien: In Bayern gibt es viele Wege zum Abitur und zur Mittleren Reife auch noch nach der 4. Klasse.

Eine Hauptschule auf dem Land sei zudem nicht vergleichbar mit einer Hauptschule in einem Brennpunktviertel in einer Großstadt. Immer öfter stelle sich heraus, dass tüchtige, lernwillige Handwerker mit Hauptschulbildung vielen Gymnasiasten mit mittelmäßigen bis schlechten Abschlusszeugnissen finanzielle und lebenspraktisch in vielerlei Hinsicht überlegen seien.

Praxisbezogene Lerninhalte

„Viele Hauptschulabgänger der Volksschule Pfeffenhausen haben auch in diesem Jahr wieder die Qual der Wahl, weil sie gleich mehrere Ausbildungsverträge hätten unterschreiben können", betont die Schule.

Der Unterricht an der Hauptschule ist verstärkt auf praxisbezogene Lerninhalte ausgerichtet und führt die Hauptschüler gezielt an die Arbeitswelt heran. Sie erhalten Orientierungshilfen für die Berufswahl. Vor allem die Möglichkeit von Betriebspraktika in den 8. und 9. Klassen bietet den Schülern große Chancen, ihre praktischen und sozialen Fähigkeiten in Firmen unter Beweis zu stellen.

Sehr häufig ergebe sich aus einem Betriebspraktikum ein Ausbildungsverhältnis. Auch Empfehlungen von Lehrkräften, verwandtschaftliche und freundschaftliche Beziehungen verhelfen häufig zum gewünschten Arbeitsplatz.

Firmen, die bisher mit Hauptschulabgängern der Volksschule Pfeffenhausen gute Erfahrungen gemacht haben, bieten häufig frei werdende Lehrstellen im Sekretariat oder bei den Lehrern der 9. Klassen an. „Schüler mit Ausdauer, Mut, starkem Willen und einer guten Arbeitseinstellung haben es leicht, in heimischen Betrieben eine Arbeitsstelle zu finden."

Gerade im handwerklichen Bereich sowie im Bereich bestimmter kaufmännischer Berufe haben Hauptschulabgänger attraktive Ausbildungsoptionen.

„Und weil Entwicklung nicht mit der 4. Klasse endet und lebenslanges Lernen und Sich-Weiterentwickeln die großen Devisen der Zeit sind, kann jeder anstrengungsbereite, willensstarke junge Mensch, auch als Hauptschulabgänger einen guten Ausbildungsplatz finden, ein selbstbestimmtes, glückliches und seelisch gesundes Leben leben und sogar zur Mittleren Reife, zum Abitur und zum Hochschulstudium gelangen, wenn er es denn für seine Selbstverwirklichung unbedingt möchte", betont die Schule abschließend.