Schulleitung, Lehrerinnen und Lehrer an der Grund- und Mittelschule Pfeffenhausen hoffen mit ihren vielfältigen Aktionen, die auch in die tägliche Unterrichtsarbeit miteinfließen, ihren Schülern andere Sichtweisen nahe zu bringen und eine von Verständnis füreinander, gegenseitiger Achtung und Respekt geprägte demokratische Lebenshaltung anzustoßen und mit auf den Weg zu geben.
In der bunt mit afrikanischen Masken der Klassen 3a und 4b geschmückten großen Turnhalle begrüßte der Chor der 4. Klassen die Gruppe blackandwhite mit einem deutschen Willkommenslied und einem afrikanischen Salibonani.
Die Gruppe „blackandwhite e.V.“ versteht sich als Völkerverständigungsgruppe, die Schulen besucht, um Schülern und Schülerinnen Afrika durch ihre Konzerte näher zu bringen.
Mit einem „Jambo! Hakuna Matata“ in der Sprache Suhaeli („Hallo, wie geht es euch?) wurden die rund 300 Schüler/innen von vier afrikanischen Musikern und dem deutschen Koordinator der Gruppe, Wolfgang Lieberknecht begrüßt. Sofort war mitmachen angesagt. Schon beim Auftaktkonzert klatschten, tanzten und sangen die Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern begeistert mit.
Im Anschluss daran durchliefen alle Schülerinnen und Schüler nacheinander in altersgemäßer Weise in vier Räumen vier Workshops, kombiniert aus Information über den afrikanischen Kontinent, Trommeln, Singen und Tanzen. Wolfgang Lieberknecht informierte die Schülerinnen und Schüler mit beeindruckenden Bildern über die Geschichte, Kultur, aber auch über die oft schwierigen Lebensbedingungen der Menschen in Afrika. Er erläuterte anschaulich die globalen Zusammenhänge und Auswirkungen unseres westlichen Lebensstils und Konsumverhaltens auf die Menschen in Afrika.
Auch der dadurch mitbedingte Klimawandel trifft die Menschen auf dem afrikanischen Kontinent besonders hart und trägt neben vielen anderen Faktoren zu Armut und Hunger bei. Viele aufrüttelnde und traurige Details über Kindersoldaten, Bootsflüchtlinge im Mittelmeer, Hunger und Nöte der afrikanischen Menschen, aber auch Informationen über den unermesslichen Reichtum von wenigen afrikanischen Eliten, die mit reichen westlichen Industriekonzernen zusammenarbeiten und die wertvollen Rohstoffe der afrikanischen Länder zu ihren Gunsten ausbeuten, bewegten die Schülerinnen und Schüler sichtlich. Für den Trommelworkshop brachte blackandwhite 80 Djemben mit, auf denen der Ghanese Daniel mit den Kindern Trommelrhythmen einstudierte.
Gabriel aus dem Kongo und Elisabeth aus der Elfenbeinküste lernten den Schülerinnen afrikanische Lieder. Zusammen mit Marina aus der Elfenbeinküste wurden in der kleinen Turnhalle afrikanische Tanzschritte einstudiert. Die Schülerinnen und Schüler von der 1. bis zur 9. Klasse arbeiteten durchwegs konzentriert und begeistert mit. Nachmittags, ab 16.00 Uhr hatten Eltern, Großeltern und geladene Gäste zusammen mit den Schülerinnen und Schülern der GMS Pfeffenhausen die Gelegenheit die vier Workshops von blackandwhite, eine von Lehrerin Katharina Werner organisierte UNICEF-Ausstellung mit dem Thema „Wasser für Afrika“, sowie eine von der Ethik-Gruppe der neunten Klassen unter Leitung von Dr. Werner zusammengestellte Ausstellung über den afrikanischen Kontinent zu besuchen.
Die Koch-AG unter Leitung von Fachlehrerin Claudia Lorenz verkaufte afrikanische Couscous-Gerichte und der Elternbeirat bewirtete die Besucher mit einem vielfältigen Kuchenbuffet und anderen Köstlichkeiten. Zum großen Abschlusskonzert begrüßten Schulleiterin Gabriele Lechner und stellvertretender Schulleiter Dr. Klaus Werner zahlreiche Ehrengäste, darunter Bürgermeister Karl Scharf, Bürgermeister Alfons Satzl aus der Nachbargemeinde Obersüßbach, sowie Vertreterinnen und Vertreter des Kreisrates und Marktgemeinderates, der örtlichen Banken, alle Lehrer, ehemaligen Kollegen, Eltern, Schüler und alle Freunde und Unterstützer der Grund- und Mittelschule Pfeffenhausen.
Rund 500 Besucher klatschten, sangen und bewegten sich freudig zu den afrikanischen Rhythmen und Klängen und ließen sich von der Begeisterung und Freude der Schülerinnen und Schüler, die von der afrikanischen Gruppe zum Singen und Tanzen auf die Bühne gebeten wurden anstecken und mitreißen. Auch die Lehrer und die beiden Bürgermeister trommelten begeistert unter Anleitung auf den Djemben mit.
Den ganzen Tag schwebte ein Hauch von Afrika über der Pfeffenhausener Schule. Von den Sorgen und Nöten, von Klängen und Rhythmen, aber auch von der Lebensfreude der afrikanischen Menschen.



